Was ist eigentlich Cyclocross?
Cyclocross – was ist das eigentlich? Für alle, die nicht wissen, worum es geht und was man deshalb verpasst, hier eine kurze Erklärung der Trendsportart!
Was ist eigentlich Cyclocross?
Was genau versteht man unter der wiedererstarkten Raddisziplin Cyclocross? Die simpelste Antwort wäre: Beim Cyclocross geht man mit einem modifizierten Rennrad ins Gelände. Das Cyclocross-Rad ähnelt tatsächlich dem Rennrad am meisten, wenngleich man sich beim Crossen in einem Terrain bewegt, das eher für ein Mountainbike gemacht wäre. Schotter als Untergrund, zu Fuß zu überwindende Hindernisse, Treppen, Schlamm, enge Kurven, kleine Sprünge und steile Rampen, das macht nicht nur ein Cyclocross Rennen auf einem Rundkurs aus, sondern quasi jede Ausfahrt mit dem Cyclocrossrad zur sportlichen und fahrtechnischen Herausforderung – auch für versierte Radfahrer. Zudem wird trotz des Rennrad-Upgrades mit profilierten Reifen die typische Rennradhaltung nahezu beibehalten, trotz diffizilem Gelände ist die Geschwindigkeit auf solch einem Querfeldeinrad dadurch sehr hoch.
„Crosser sind harte Hunde, die weder Regen, Schnee noch Kälte scheuen!“
Das Cross-Rad im Vergleich zu einem Rennrad oder MTB
Hier muss ein kleiner Rückblick herhalten. Bis in die 2010er Jahre unterschieden sich ein Cyclocrosser und ein Rennrad für die Straße fast nur durch Bremsen und Reifen. Um mit dem Bike wenigstens etwas Grip auf dem Offroad-Parcours zu haben, wurden statt der am Rennrad üblichen Caliper-Bremsen deutlich unmodernere Cantilever-Bremsen verbaut. Das wiederum gab ein paar Zentimeter mehr Platz für breitere Reifen mit ein wenig Profil – die boten und bieten dem Fahrer oder der Fahrerin zwar mehr Halt und Traktion, mit MTB-Reifen ist das Grip-Niveau aber nicht zu vergleichen. Maximal 33 Millimeter breit dürfen die Pneus im Cyclocross-Sport heute sein. Um nicht nur auf ausgebauten Feld- und Waldwegen, sondern sogar im Schlamm und an steilen Rampen genug Power zu haben, wurden kleinere Kettenblätter verbaut und die Geometrien der Räder waren abweichend so konstruiert, dass das Tretlager etwas weiter vom Boden entfernt war. Das sollte diesem Fahrradtyp und besonders der Kurbel mehr Freiheiten beim Überfahren von Hindernissen bringen. Ansonsten glich solch ein Crossrad einem damals aktuellen Rennrad.
„Cyclocross erfordert mit das breiteste Spektrum an fahrerischen Fähigkeiten im Radsport – maximale Power, Ausdauer, vor allem Laktattoleranz, Fahrtechnik, Balance, Antizipation, Taktik, und Laufen können muss man auch noch – du darfst in keiner Kategorie schwächeln.“
Das in den späten 80ern nach Europa geschwappte MTB dagegen unterscheidet sich gerade in der Sitzposition sehr. Man sitzt kürzer, also aufrechter, und durch den geraden Lenker greift man breiter als beim Querfeldeinrad. Weitere Unterschiede sind die deutlich breiteren Reifen des MTB, die seit den frühesten Jahren seiner Entwicklung obligatorische Federung in der Gabel – später auch im Rahmen selbst – und nicht zu unterschätzen das deutlich breitere Übersetzungsspektrum, besonders in Richtung kleiner Gänge.
Was macht das Cyclocross-Rad heute explizit zum Cyclocross-Rad?
Was sind eigentlich die Unterschiede vom Crosser zum Gravelbike? Man könnte sagen, der Cyclocrosser ist so etwas wie der Urahn des Gravelbikes. Die wenig effizienten Felgenbremsen am Cross-Bike hemmten sehr lange dessen Erfolgsgeschichte auf breiter Front, dabei stellte schon das frühe Cyclocross-Rad einen extrem breit einsetzbaren Fahrradtypus dar.
Da seine Wiege in den sogenannten Querfeldeinrennen lag und damit die Radverbände durch das Regelwerk Einfluss auf die technische Entwicklung der Bikes haben konnten, blieb die bei MTB schon viel früher etablierte Scheibenbremse lange verboten. So entwickelten sich in den USA aus dem Wunsch, geländetaugliche Dropbar-Bikes zwischen Rennrad und Mountainbike nutzen zu können, eine Art parallele Fahrrad-Kategorie – eben Gravelbikes –, anstatt einfach den eher europäischen Cyclocrosser zu übernehmen. Diese Bikes waren etwas weniger auf Rennen ausgerichtet, nicht so minimalistisch ausgestattet und besaßen die viel effizienteren Scheibenbremsen. Sie wurden zunächst eher im Hobbysport in Parks oder auf Waldwegen sowie fürs Bikepacking eingesetzt. Derzeit gehören die Allrounder zu den meistverkauften Fahrrädern in Europa.
Erst mit der Freigabe der Disc-Brakes auch in Cyclocross- oder auf Deutsch Querfeldeinrennen und seit dem großen Erfolg von etlichen Cross-Profis in der höchsten Kategorie der Straßenrennen (z.B. Mathieu van der Poel, Wout van Aert) fand auch das Crossrad wieder Anschluss ans Feld. Zumindest medial ist der Cyclocross-Sport aktuell wieder auf einem Topniveau, ähnlich seinem ersten Hype in den 80er Jahren. Und die Fahrer genießen deutlich mehr Ansehen, genau wie die Champions innerhalb der neu entstandenen Gravelrennen. In den Wäldern und Parks dominieren aber weiterhin rein die Gravelbikes.
„Auf jedem Crosser sitzt ein guter Typ!“
Das sind die Hauptunterschiede der sportlichen Fahrradtypen:
Lenker
| Cyclocrossrad | schmaler bis neutraler Dropbar |
| Gravelbike | leicht breiterer Dropbar, oft mit Flare* |
| Rennrad | schmaler, leichter Dropbar, Aeroform |
| Mountainbike | breiter bis sehr breiter Flatbar |
* Lenkerenden sind im Verlauf seitlich weiter ausgestellt
Bremsen
| Cyclocrossrad | früher Cantilever-Felgenbremsen, seit 2010 schrittw. Disc-Freigabe, heute Scheibenbremsen |
| Gravelbike | seit dem Siegeszug ab ca. 2017 immer ausgestattet mit Scheibenbremsen |
| Rennrad | früher Caliper-Felgenbremsen, seit 2018 Disc-Freigabe |
| Mountainbike | Erst Cantilever- und V-Felgenbremsen, ab 1997 dann vermehrt Disc Brakes |
Reifen
| Cyclocrossrad | je nach Untergrund von Microprofil bis zu leichten Noppen, oft geklebte Schlauchreifen oder tubeless, max. 33 mm breit |
| Gravelbike | entweder 28 Zoll Reifen mit 40 bis 55 mm Breite, für Bikepacking auch 27,5 Zoll bis 65 mm, Profil vom Mikroprofil bis zum Stollenreifen, oft tubeless |
| Rennrad | Slick bis min. negativ profiliert, früher 18 bis 23 mm breit, Trend geht zu 28 mm plus und Reifen mit (TPU-) Schlauch oder tubeless |
| Mountainbike | im Allgemeinen stark profilierte Stollen-Reifen zwischen 48 und 75 mm Breite auf 26-, 27,5- oder 28 Zoll-Felgen, Trend zu Tubeless-Reifen |
Übersetzungen
| Cyclocrossrad | Entweder 2-fach Kurbel mit kleineren (44/34) Kettenblättern oder heute vermehrt einem Blatt mit jeweils eng abgestuften, kleinen Ritzeln |
| Gravelbike | entweder 2-fach Kompaktkurbel (46/30) oder 1-fach Kurbel (40) mit breiter Kassetten-Spreizung |
| Rennrad | fast immer 2-fach Kurbeln (53/38) im Hobbysport kompakt, bei Aerobikes auch 1-fach Antrieb, enge Abstufung hinten |
| Mountainbike | teils noch 3-fach Kurbel und sehr breites Gang-spektrum, je nach Disziplin auch nur ein Kettenblatt, sehr breit gestuft |
Rahmen
| Cyclocrossrad | Geometrie nah am Rennrad, ähnlich leicht, aber etwas solider gebaut, hohes Tretlager, Platz für mittlere Reifenbreiten |
| Gravelbike | im Schnitt etwas kürzer als beim Crosser, längeres Steuerrohr für mehr Sitzkomfort, etwas mehr auf Stabilität getrimmt |
| Rennrad | je nach Modell mehr oder weniger auf Leichtbau und oder Aerodynamik optimiert, sportlichste Sitzposition |
| Mountainbike | je nach Disziplin sehr individuell, Geometrien für Federgabeln, meist eher auf Stabilität ausgelegt, deutlich aufrechtere Haltung |
Gewicht
| Cyclocrossrad | 7,5 bis 10,5 kg |
| Gravelbike | 8 bis 11,5 kg |
| Rennrad | 6,5 bis 8,5 kg |
| Mountainbike | 10 bis 17 kg |
Terrain
| Cyclocrossrad | ideal für leichtes Gelände und Cross- / Querfeld-einrennen, meist auf Rundkursen, für hohes Tempo, mit leichten Abstrichen auch gut auf Asphalt zu nutzen. |
| Gravelbike | je nach Setup top für Straße bis tiefes Gelände und für hohen bis eher mittleren Speed, auch als Reiserad oder Commuter einsetzbar, beste Allroundqualitäten. |
| Rennrad | für Speed, feste und saubere Wege konstruiert, mit Erfahrung auch auf Feldwegen und Pflasterstraßen zu bewegen, hier performen Allroad-Varianten sogar ganz gut. |
| Mountainbike | Passen am besten in mittleres bis hartes Gelände inkl. Jumps, Sitzposition und Stollenreifen auf festen Straßen eher ineffizient, je nach Modell eher für Langstrecken oder Abfahrten. |
Was ist besser, was ist schneller: Cyclocross-Rad oder Gravelbike?
Der Vergleich zwischen Cyclocross- und Gravel-Bikes ist nicht ganz fair, da erstere eine recht schmale Nische bedienen und das Lifestyleprodukt Gravel-Rad mit zig Ausprägungen eine recht große Bandbreite an Einsatzzwecken abdeckt. Geht es einem ambitionierten Radsportler um Geschwindigkeit und vielleicht sogar darum, Rennen zu bestreiten, ist im leichten Gelände der Cyclocrosser nicht zu schlagen. Außerdem ist er, ganz besonders seit sich die Scheibenbremsen durchgesetzt haben, so nah am Rennrad, dass man das Querfeldeinrennrad auch fürs Straßentraining einsetzen könnte. Viele Radsportler nutzen deshalb heute einen zweiten Satz Laufräder mit asphalttauglichen Fahrradreifen, um im Winter ihre Ausdauer, ihre anaeroben Fähigkeiten und ihren Fahrstil offroad zu trainieren, und mit dem gleichen Bike im Sommer zum Beispiel bei einem Jedermannrennen an der Startlinie zu stehen.
„Querfeldein ist für mich die perfekte Winterbeschäftigung. […] Der Sport fordert nicht nur die gesamte Fitness, sondern ebenso die Fahrtechnik. Dazu kommt, dass die Cross-Rennen oftmals in der eigenen Region sind und man dadurch nicht ständig weite Strecken mit dem Auto fahren muss.“
Gravelbikes sind dann die erste Wahl, wenn es entweder um gröberes Gelände geht, oder wenn eher lange Strecken statt reiner Geschwindigkeit zählen. Die Sitzposition ist bis auf wenige Ausnahmen gemäßigter sportlich und die Rahmen lassen breitere Reifen zu. Es gibt mittlerweile zwar auch Rennvarianten für Gravel und regionale bis globale Meisterschaften, aber im Mittel erlaubt das Gravelbike im Gegensatz Cyclocross-Rad mehr Komfort. Durch die eher etwas hecklastige Gewichtsverteilung kann auch ein nicht so erfahrener Biker / eine nicht so erfahrene Fahrerin mit einem rutschigen oder ruppigen Untergrund wie Schlamm oder Schotter zurechtkommen. Mit einem Satz Schutzblechen ist das Gravelbike auch ein hervorragendes Bike für Pendler.
Was ist ein Cyclocross-Rennen und was macht es aus?
Im Gegensatz zu Rennen für Gravel- oder Mountainbikes finden Cyclocross Rennen zu einhundert Prozent auf einem Rundkurs, gespickt mit künstlichen und natürlichen Hindernissen, unterschiedlichsten Untergründen und zeitlich begrenzter Länge statt. Die Renndauer in den Eliteklassen beträgt meist nicht mehr als eine Stunde. Die Kurse sind selten länger als drei Kilometer und in sich verschlungen, sodass keine weitläufigen Areale oder Wegnetze gesperrt werden müssen. Die Rennstrecke besteht darum oft aus Wechseln zwischen langen Geraden für Höchstgeschwindigkeiten und einem technisch anspruchsvollen und verschnörkelten Teil mit engen Kurven bis zu 180 Grad-Kehren, mit Hindernissen, zu deren Überwindung man absteigen muss, mit Passagen, in denen das Rad zum Beispiel eine Treppe hoch getragen werden muss, mit Schrägen, mit Sandfeldern oder bei entsprechendem Wetter sogar Morast.
„Cyclocross ist spektakulär. Schaut man den Profis zu, sogar unglaublich. Die Meister scheinen die physikalischen Grenzen zu verschieben. Das muss man einfach live gesehen haben. Am besten bei einem Rennen in Belgien.“
Auch wenn die absolute Mehrheit an verkauften geländetauglichen Rädern mit Rennlenker derzeit im Gravelbike-Sektor liegen, Cyclocross erlebt nach den 80ern ein zweites Hoch in Deutschland. Durch die leichte Organisation sprießen immer mehr regionale Wettbewerbe aus dem Boden. Hier liegt der große Vorteil zum Rennrad. Für dessen Rennen müssen stets Straßen polizeilich gesperrt werden – das kostet die Vereine Unsummen! Für Querfeldeinrennen genügen ein paar Feldwege, eine Wiese, ein kleiner Anstieg und ein Gebäude, in dem man sich umziehen und im Idealfall duschen kann. Das Epizentrum für Cyclocross Rennen liegt in Belgien. Dort haben selbst die kleineren Rennen Volksfestcharakter. Wenn die Topstars zum Beispiel beim Koppenbergcross nahe Oudenaarde Station gegeneinander antreten, stellen sich Zustände wie bei Bergetappen der Frankreichrundfahrt (Tour) ein. Es gibt dort sogar Rennen, die durch eine Kneipe hindurch führen. Die erfolgreichen Fahrer werden verehrt wie Popstars und dementsprechend bezahlt, während anderswo die Cyclocrosser imagetechnisch deutlich hinter den Straßenfahrern zurückstehen.
Welche Ausrüstung wird zum Cyclocross benötigt?
Um im Wald eine Runde crossen zu gehen, braucht es neben dem speziellen Rad eigentlich nur herkömmliches Fahrradequipment. Hilfreich sind Radschuhe, mit denen man auf Waldboden guten Grip hat und auch laufen kann. Folgende Punkte machen das Rad zum einsatztauglichen Cyclocross Bike:
- Rahmen mit einem Quotienten aus Stack (Rahmenhöhe) zu Reach (Rahmenlänge) von 1,5 (+- 0,05), also eine Geometrie, die fast so sportlich ist wie die von Rennrädern.
- keine Flaschenhalter: Für die Tragepassagen muss man das Oberrohr auf die Schulter nehmen, die Flaschen im Rahmendreieck würden den Platz für Arm und Schulter verengen oder versperren.
- Stabile Rennradlaufräder mit einem profilierten Reifen bis maximal 33 Millimeter Breite. Radsportler, die Rennen oder eine ganze Meisterschaft bestreiten, nutzen oft aufgeklebte Schlauchreifen, für Hobby und Freizeit sind Draht- oder Faltreifen mit einem pannensicheren Schlauch die bessere Wahl.
- Zusatzbremshebel am Oberlenker, sogenannte Froglegs, gibt es heute nur noch selten. Meist müssen sie bei Bedarf nachgerüstet werden. Diese Zusatztechnik ist aber nur für die etwas veralteten Felgenbremsen zu haben. Sie helfen weniger erfahrenen Athleten bei steilen bergab Passagen, ihr Gewicht weiter nach hinten zu verlagern, ohne die Hände von den eigentlichen Schaltbremshebeln lösen zu müssen.
- Im Training benutzen Cyclocrosser gerne eine Art Schutzblech am Sattel, um Trikot und Hose zumindest vom groben Dreck aus Richtung Hinterrad zu schützen.
Dieses Equipment hat sich als hilfreich beim Cyclocross bewährt:
- Wie gesagt werden in Cross-Runden immer wieder auch Lauf- und Tragepassagen eingebunden. Die würden durch reine Rennradschuhe und entsprechende Klickpedale erschwert. Deshalb bedient man sich eher im Mountainbike-Sortiment. Schuhe mit Profilsohle und darin verborgene Pedalcleats (damit stellt man die Verbindung zum Klickpedal her) ermöglichen zumindest kurzfristiges Laufen und Gehen. Schraubstollen oder -spikes helfen bei Extrembedingungen.
- Wer längere Trainingseinheiten auf dem Cyclocrosser fährt, sollte statt der Flaschen einen Trinkrucksack oder -gürtel tragen. Spätestens ab einer Stunde sollte man Flüssigkeit aufnehmen. Fahrradflaschen im Trikot sind bei ruhiger gemäßigter Gangart auch praktikabel.
- Bei der Kleidung nutzt man eher das Rennrad-Sortiment. Enge Trikots und Hosen oder gar Einteiler optimieren Bewegungsfreiheit und Schweißmanagement. Der Sport ist hochintensiv, man sollte sich also nicht zu dick anziehen, besonders die Hände sollten auch durch die Handschuhe noch genug Gefühl haben. Ein Klassiker ist die Kombination aus dreiviertel langem Rennanzug und einer warmen Weste.
- Achtung bei MTB-Helmen: Das hier übliche Visier zum Sonnenschutz kann in der sportlichen Haltung die Sicht verdecken.
- Durch den häufigen Wechsel der Haltung und Sitzposition – durch die Hindernisse, die Untergründe und das zackige Streckenprofil – ist ein ergonomischer Fahrradsattel von Vorteil, der in mehreren Sitzpositionen gut funktioniert und je nach Anspruch einen Rest Komfort bereitstellt. Wichtig sind hier viel Bewegungsfreiheit und eine leichte Polsterung. Tipp vom Ergonomie-Experten Dr. Tofaute: Kurze Sättel kommen sich bei Tragepassagen weniger mit den Köpfen der Radler*innen in die Quere.
- Auch die Sitzposition an sich spielt für Leistung und Durchhaltevermögen sowie die sichere Bike-Beherrschung eine Rolle. Sowohl Neulinge als auch erfahrene Cyclocrosser sollten ihre Haltung auf dem Rad regelmäßig kontrollieren. Das geht entweder bei einem professionellen Bikefitter oder etwas unkomplizierter und deutlich günstiger mit einem Do-it-yourself-Kit wie den Ergon Fitting Boxen.
- Gegen die Erschütterungen am Lenker, Crosser verfügen nie über eine Federgabel, kann man entweder das Lenkerband enger und damit dicker wickeln oder von Beginn an eines mit besten Dämpfungseigenschaften montieren. Wichtig dabei: Es sollte dauerhaft genug Rückstellkraft entwickeln, also nicht schon nach wenigen Runden kollabieren, sprich nicht mehr wieder und wieder ins ursprüngliche Volumen zurückkehren. Die Oberfläche sollte bei Nässe wie Trockenheit griffig sein. Wer besonders viel Komfort benötigt, der kann unter seinem Lenkerband die Ergon BT OrthoCell® Pads montieren.
„Im Cyclocross ist körperliche Fitness so wichtig wie eine exzellente Technik. Besonders beim Wechsel vom Rad zum Laufen und zurück zeigt sich, wer ein echter Crosser ist. Bei Könnern ist der Übergang fließend und nahezu ohne Geschwindigkeitsverlust. Eine weitere besondere Schwierigkeit ist es, mit den schmalen, kaum profilierten Reifen, im rutschigen Gelände ausreichend Grip zu bekommen. Daher ist eine optimierte Sitzposition und die optimale Ergonomie des Cockpits unabdingbar.“
Termine: Hier finden 2026 Cyclocross Rennen statt
| Veranstaltung | Datum | Ort | Streckenlänge / Besonderheiten |
| BELGIEN | |||
| Vlaamse Duinencross | 21.12.25 | Koksijde (Westflandern), BEL | Dünen- und Sandcross |
| Plage Cross | 22.12.25 | Hofstade (Flämisch-Brabant), BEL | Strandnaher Cross mit Sand & Wiesen |
| X²O GP Sven Nys | 01.01.26 | Baal, BEL | Legendäre Grube, ~ 2–3 km, wechselnde Untergründe und kurze Anstiege |
| GP Sven Nys | 01.01.26 | Baal (Brabant), BEL | Anspruchsvoller Kurs mit Wiesen-, Sandpassagen und legendärer Grube |
| Exact Cross Mol Zilvermeercross | 02.01.26 | Mol, BEL | Sandkurs (~ 2–3 km), Flacher Kurs um den See, sandige Abschnitte |
| Superprestige Gullegem | 03.01.26 | Gullegem, BEL | Kurs 2,6 km, Wiesenrunden mit kurzen Anstiegen |
| Gullegem Superprestige | 03.01.26 | Gullegem, (Westflandern), BEL | Mischung aus Wiese und Hartboden, schnelle Abschnitte |
| Zonhoven – Weltcup | 04.01.26 | Zonhoven (Limburg), BEL | Sand- und Waldpassagen mit legendärer Kuhle |
| Cyclocross Otegem | 12.01.26 | Otegem, BEL | Stadtrunde (~ 2–3 km), traditioneller Wiesenkurs, schnelle Passagen |
| Losse Cross | 12.01.26 | Otegem, (Westflandern), BEL | Traditioneller Sonntagscross auf Wiesengelände |
| UCI World Cup Maasmechelen | 24.01.26 | Maasmechelen, BEL | Weltcupkurs (~ 3 km), schneller Kurs mit Wald- und Wiesenpassagen |
| Exact Cross Maldegem – Parkcross | 04.02.26 | Maldegem, BEL | Parkkurs (~ 2–3 km) mit engen Kurven und Hindernissen |
| Parkcross Maldegem | 04.02.26 | Maldegem (Ostflandern), BEL | Flacher Parkkurs, kurz und technisch |
| Superprestige Middelkerke | 07.02.26 | Middelkerke, BEL | Dünenkurs (~ 2–3 km), Strand- und Dünenpassagen, windanfällig |
| Noordzee Superprestige | 07.02.26 | Middelkerke (Westflandern), BEL | Dünen- und Strandpassagen, anspruchsvoll durch Wind und Sand |
| X²O Krawatencross | 08.02.26 | Lille, BEL | ~ 2–3 km, symmetrischer Kurs mit vielen Richtungswechseln |
| Krawatencross | 08.02.26 | Lille, Antwerpen, BEL | Symmetrischer Kurs mit vielen Richtungswechseln |
| Exact Cross Waaslandcross | 14.02.26 | Sint‑Niklaas, BEL | Seeufer‑Kurs (~ 2–3 km), Wald- und Wiesenabschnitte, technisch moderat |
| Waaslandcross | 14.02.26 | Sint-Niklaas (Ostflandern), BEL | Mischungsreicher Wald- und Wiesencross |
| X²O Brussels Universities Cyclocross | 15.02.26 | Brüssel, BEL | Campus‑Kurs (~ 2–3 km), Parkkurs mit technischen Kurven und Treppen |
| Brussels Universities Cyclocross | 15.02.26 | Brüssel, BEL | Studenten-Cross im Park, diverse Bodenbeschaffenheiten |
| Internationale Sluitingsprijs | 22.02.26 | Oostmalle, BEL | Flacher Parkkurs nahe Flughafen (~ 2–3 km), fester Boden, schnelle Abschnitte |
| Sluitingsprijs | 22.02.26 | Oostmalle, Antwerpen, BEL | Saisonabschluss, fester und schneller Parkkurs |
| Belgische Meisterschaften | 10.01. & 11.01. 2026 | Beringen, BEL | be‑MINE Parcours (~ 2–3 km), technisch anspruchsvoller Rundkurs mit Wiesen- und Sandpassagen |
| Belgische Meisterschaft Amateure | 10.01. & 11.01. 2026 | Beringen (Limburg), BEL | Nationaler Titelkampf auf gemischtem, technisch anspruchsvollem Kurs |
| GP Sven Nys Baal – zweite Welle | Anfang 2026, noch nicht öffentlich | Baal, BEL | Zusatzrennen: offener Hobby- und Masters-Cross auf ähnlichem Terrain |
| DEUTSCHLAND | |||
| Stevens Cyclocross‑Cup #13 – Bösel / Wendland | 21.12.25 | Bösel (Nieder-sachsen), GER | Waldwiesen-Kurs mit Wurzeln und engen Kurven |
| Elektroland24 CX Cup – Radcross an der Radrennbahn | 28.12.25 | Darmstadt, GERE | Innenfeld-Kurs in der Darmstädter Radrennbahn, viele 180°-Kehren, vorwiegend flach |
| Stadler #9 Weser‑Ems‑Cup | 31.12.25 | Melle, GER | Schnell und überwiegend flach, je nach Wetter mit schweren Schotter- und Wurzelpassagen |
| Stadler #10 Weser‑Ems‑Cup | 03.01.26 | Bramsche‑ Engter, Niedersachsen, GER | ~ 30 Min-Rennen auf flachem, technischem aber schnellem Wiesenkurs |
| Cyclo‑Cross Bundesliga | 04.01.26 | Vechta, GER | Rundkurs (~ 2–3 km), schneller Kurs mit wechselnden Untergründen und kurzen Rampen |
| Braunschweiger Cross Race | 17.01.26 | Braunschweig, Niedersachsen, GER | ~ 30 Min auf parkähnlichem, lehmigem Rundkurs |
| Elektroland24 CX Cup – Rund um die Radrennbahn | 17.01.26 | Mannheim, Baden‑ Württemberg, GER | ~ 30 Min auf abwechslungsreichem Rundkurs mit Trails und kurzen Anstiegen |
| Stevens Cyclocross‑Cup #14 – Buchholz | 18.01.26 | Buchholz in der Nordheide, Niedersachsen, GER | ~ 30 Min auf waldigem, technisch anspruchsvollem Kurs |
| Steppencross MTB & Cyclocross | 14.03.26 | Biesenthal bei Berlin, Brandenburg, GER | 1 h-Rennen auf hügeligem Rundkurs mit steilen Anstiegen und technischen Abfahrten |
| Deutsche Meisterschaft Cyclocross | 10.01. & 11.01. 2026 | Bensheim, GER | Rundkurs (~ 2–3 km), technisch anspruchsvoll mit Wiesen- und Hindernispassagen |
| 3B Rhoihessecross | 24.01 & 25.01. 2026 | Wachenheim im Zellertal, Rheinland‑Pfalz, GER | Rennen 10 – 60 Min je nach Klasse auf Weinbergs‑ und Wiesenparcours |
| LUXEMBURG | |||
| Luxemburgische Meisterschaft Cyclocross | 11.01. 2026 | Diekirch, LUX | Rundkurs (~ 2–3 km), technisch sehr anspruchsvoller Kurs mit Wald- und Wiesenabschnitten |
| NIEDERLANDE | |||
| Niederländische Meisterschaft Cyclocross | 11.01. 2026 | Huijbergen, NED | Rundkurs (~ 2–3 km), schneller Kurs mit Sand- und Waldpassagen |
| UCI World Cup Hoogerheide | 25.01. 2026 | Hoogerheide, NED | Weltcupkurs (~ 3 km), flach mit schnellen Wiesenabschnitten und Treppen |
| UCI Weltmeister-schaft 2026 | 31.01. & 01.02. 2026 | Hulst, NED | WM‑Kurs (~ 3 km), internationaler Kurs mit engen Kurven, Kehren und Hindernissen mit Tragepassagen |
| SCHWEIZ | |||
| Schweizer Meisterschaft Cyclocross | 11.01. 2026 | Schneisingen, CH | Rundkurs (~ 2–3 km), hügeliger Kurs mit technischen Waldpassagen |
| ÖSTERREICH | |||
| 3KöniXcrosS St. Pölten | 06.01.2026 | St. Pölten, AUT | stadtnaher Rundkurs (~ 2–3 km), mit künstlichen Hindernissen und vielen engen Kurven |
| Österreichische Meisterschaften Cyclocross | 10.01. & 11.01. 2026 | Bludenz, AUT | Gemischter Kurs (~ 2–3 km), mit Wiesen- und Hindernisabschnitten |
| Cyclocross Bludenz | 10.01. 2026 | Bludenz, AUT | Alpennaher Rundkurs (~ 2–3 km), mit steilen Anstiegen und schnellen Abfahrten |
„Cross is Boss!“
Fotos: Jakab Rokob