Stell dir vor, es gäbe ein Mountainbikerennen quer durch die raue Steppe Südafrikas. Über acht Tage mit insgesamt 700 Kilometern und 16.000 Höhenmetern. In sengender Hitze durch karge Wüstenlandschaften, über staubige Trails mit technischen Passagen und knackigen Anstiegen. Auge in Auge mit giftigen Schlangen, Skorpionen und Spinnen. Wer würde denn freiwillig an so einer Veranstaltung teilnehmen? 
Na ungefähr 1.200 Mountainbike-Verrückte aus über 40 Nationen und das jedes Jahr – beim Absa Cape Epic! Zwei Ergon-Teams sind auch wieder am Start. 

Das Absa Cape Epic vom 15. bis zum 22. März 2026 gilt als das härteste Mountainbike-Etappenrennen der Welt und wird in diesem Jahr bereits zum 22. Mal ausgetragen. Acht Tage Staub – acht Tage Schmerzen – acht Tage totale Erschöpfung – das ist es, was die rund 1.200 Teilnehmer*innen auf ihrem Ritt durch die ungezähmte Wildnis Südafrikas erwartet. Das Cape Epic ist wie ein wildes Pferd, „untamed – ungezähmt“, wie es die Organisatoren von Beginn an genannt haben. Hitze, Wind, Staub, Dornen und Steine setzen den Teilnehmer*innen zu und sind äußerst unfreundliche Weggefährten, die einen auch schnell mal aus dem Sattel werfen können.  

Simon Schneller beim Cape Epic 2025

Mountainbiking im absoluten Grenzbereich

Die Streckenführung überrascht jedes Jahr aufs Neue. Diesmal erstreckt sich die Route über acht Etappen und rund 700 Kilometer durch das facettenreiche Westkap – von den staubigen Singletrails des Meerendal Wine Estate über die beeindruckende Weite rund um Montagu, weiter über die zerklüfteten Pässe und zornigen Trails von Greyton bis hin zum großen Finale im pulsierenden Herzen von Stellenbosch. Dabei müssen die Fahrer*innen jeweils als Duo knapp 16.000 Höhenmeter unter härtesten Bedingungen überwinden. Das Anforderungsprofil bietet alles, was Mountainbiking im Grenzbereich ausmacht: Temperaturen von bis zu 50 Grad, erbarmungslose Schotterpisten, übelste Steigungen, technische Downhills, flowige Single Trails, Dornen groß wie Zimmermannsnägel und abenteuerliche Flussüberquerungen. Auch mit den obligatorischen technischen Defekten muss fast jedes Team klarkommen. 

Lukas Baum auf dem Trail beim Cape Epic 2025

Wir freuen uns, dass Ergon auch in diesem Jahr wieder mit einigen hochkarätigen Teamfahrern am Start ist. Neben Lukas Baum und Georg Egger von Speed Company Racing ist auch Luca Schwarzbauer von Canyon CLLCTV, der das Rennen zusammen mit dem Neuseeländer Sam Gaze vom Team Alpecin-Deceuninck bestreiten wird, wieder mit dabei. Doch selbst für unsere routinierten Ergon-Athleten ist das Rennen immer wieder eine große Herausforderung und lässt sich nur mit dem nötigen Teamgeist bewältigen. Charakteristisch für das Cape Epic ist daher das besondere Wettkampfformat: Gefahren wird in Zweierteams, was nicht nur taktisches Geschick, sondern auch perfekte Abstimmung untereinander sowie gegenseitige Unterstützung erfordert. Material, Körper und Geist werden dabei bis an ihre Grenzen belastet – und manchmal auch die Harmonie im Team. 

Speed Company Racing beim Cape Epic

Voll abgeräumt

Die körperlichen und mentalen Qualen sind jedoch nur ein Teil des Deals – auf die Teilnehmer warten auch noch ganz andere Herausforderungen und Gefahren. Das musste 2013 auch Robert Mennen aus unserem ehemaligen Topeak-Ergon Racing Team am eigenen Leib schmerzvoll erfahren: 

Direkt auf der ersten Etappe kollidierte der damals 27-jährige Nörvenicher in voller Fahrt mit einer Antilope, überschlug sich heftig und brach sich dabei das Schlüsselbein. Das Aus für ihn und seinen damaligen Partner, den dreifachen XC Marathon-Weltmeister, Alban Lakata. Die beiden hatten sich als mitfavorisiertes Teams zurecht Hoffnungen auf einen der vordersten Plätze in der Gesamtwertung des UCI-Rennens gemacht. Da der ehemalige Deutsche XC-Marathon-Meister mit Lenkerkamera fuhr, gibt es davon sogar Videomaterial (s.u.). Diese Bilder gingen damals um die Welt und sorgten seinerzeit für Furore in der MTB-Szene. Wer das sieht, wird verstehen, dass hier sogar noch Glück im Spiel war und warum das Cape Epic zurecht als eines der härtesten Etappenrennen unter der Sonne gehandelt wird. 

Hier der LINK zum Video

Speed Company Racing auf dem Trail

Hier noch die wichtigsten Informationen zum Cape Epic 2026:

Die einzelnen Etappen im Überblick 

Die Route des Absa Cape Epic 2026 erstreckt sich über insgesamt 692 Kilometer und summiert sich auf 15.900 Höhenmeter. Auf die Teilnehmer warten ein Prolog und sieben anspruchsvolle Hauptetappen: 

 

Prolog 15. März 20 km 650 Hm Meerendal Wine Estate, Durbanville 
1. Etappe 16. März 90 km 2.150 Hm Montagu 
2. Etappe 17. März 102 km 2.250 Hm Montagu 
3. Etappe 18. März 134 km 1.750 Hm von Montagu nach Greyton 
4. Etappe 19. März 84 km 1.950 Hm Greyton 
5. Etappe 20. März 128 km 2.700 Hm Greyton nach Stellenbosch 
6. Etappe 21. März 76 km 2.450 Hm Stellenbosch 
7. Etappe 22. März 58 km 2.000 Hm Stellenbosch 

 

Als unangefochtene Königsetappe gilt auch in diesem Jahr erneut der fünfte Abschnitt. Am Freitag, den 20. März, wartet eine schonungslose Prüfung auf die rund 600 Zweierteams: 128 Kilometer und brutale 2.700 Höhenmeter durch gnadenloses, technisch anspruchsvolles Terrain. Eine Tortur, die selbst hartgesottene Profis an ihre physischen und mentalen Grenzen bringen wird – und bei so manchem Teilnehmer bereits im Vorfeld die leise, aber hartnäckige Frage aufkommen lässt, ob das Cape Epic tatsächlich die richtige Sportveranstaltung für ihn oder sie ist. 

Wo kann ich das Cape Epic sehen?

Das Cape Epic ist bekannt für seine umfangreiche und spektakuläre Berichterstattung – vor allem die imposanten TV-Bilder aus dem Hubschrauber faszinieren Mountainbike-Fans auf der ganzen Welt.  

Über folgende Kanäle könnt ihr das Rennen verfolgen:

 

Weitere Infos unter: www.epic-series.com 

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