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Wir wollen den Fahrspaß für
jeden Radfahrer spürbar erhöhen.

Fahrer und Fahrrad als Einheit:
Ergonomie macht’s möglich.

Radfahren ist eine der wenigen Fortbewegungsarten, bei denen unterschiedliche Körperteile mit dem Fortbewegungsmittel, dem Fahrrad, permanent als System interagieren. Jede Änderung einer einzelnen Einflussgröße hat Auswirkungen auf deinen Körper und damit auf die Effizienz der Fortbewegung. Deshalb sollte das Fahrrad als Ganzes auf dich abgestimmt sein.

Darum Ergonomie

  • Unterstützung

    Das Design des Produktes nimmt deine Körperform auf und führt zu einer besseren Verteilung der auftretenden Kräfte. Unangenehme Druckspitzen und daraus folgende Beschwerden werden vermieden.

  • Komfort

    Die physiologische Anpassung ergonomischer Produkte an deinen Körper macht sie besonders benutzerfreundlich und komfortabel.

  • Optimierung

    Deine Gelenkstellung, deine Bewegungen und deine gesamte Körperhaltung werden optimiert – Fehlstellungen und daraus resultierende Beschwerden werden behoben oder entstehen erst gar nicht.

  • Kontrolle

    Unterschiedliche Materialien mit spezifischen Eigenschaften optimieren deine Kontaktpunkte zum Rad und ermöglichen somit bessere Kontrolle.

Ergonomie des Sitzens

Der Sitzbereich

Beim Radfahren lastet der größte Teil deines Körpergewichts auf der verhältnismäßig kleinen Sattelfläche. Der Sitzbereich zählt zu den sensibelsten Regionen des Körpers. Dieser Umstand führt auf dem Fahrrad sehr häufig zu Diskomfort, Taubheitsgefühlen und Sitzproblemen.

Warum bekomme ich Sitzprobleme?

Am Gesäß befindet sich der äußerst druckempfindliche Damm- und Genitalbereich. Wenn das Körpergewicht nicht gleichmäßig auf die unempfindlichen Stellen des Gesäßes gelenkt wird, entstehen Lastspitzen, die je nach Sitzposition und Dauer unangenehme Sitzbeschwerden zur Folge haben können. Zwischen Beckenknochen und Sattel komprimierte Nerven führen zu Taubheitsgefühlen und Missempfindungen, der Schamnerv mit seinen vielen Verzweigungen spielt hier eine besonders große Rolle.

Was kann ich gegen Sitzschmerzen tun?

Für eine gesunde Druckverteilung deines Körpergewichtes auf den Sattel sollte das Zusammenspiel von Sitzknochenabstand und Oberkörperneigung harmonieren. Ebenso entscheidend ist die richtige Sattelbreite, damit genügend Auflagefläche zur Verteilung vorhanden ist, die Oberschenkel aber dennoch frei rotieren können. Im Damm- und Genitalbereich sollte kein hoher Druck herrschen, damit Nerven und Blutbahnen nicht abgeklemmt werden. Ein Entlastungskanal schafft hier Abhilfe und verteilt den Druck auf die unempfindlichen Stellen.

Illustration der Nervenbahnen, die am Beckenknochen entlang laufen.
Topographische Anatomie

Der Nervus pudendus (Schamnerv) ist ein Nerv, der dem Plexus sacralis entspringt. Er teilt sich im weiteren Verlauf in kleinere Nervenbahnen auf, diese enden im Damm- und Genitalbereich. Eine flache Sitzfläche ermöglicht es, eine gesunde, druckspitzenfreie Sitzposition zu finden.

Die weibliche Anatomie

Höhere Flexibilität: Frauen sind im Beckenbereich deutlich beweglicher als Männer. Dadurch kippt das Becken auf dem Sattel häufig stärker nach vorn.
Tief liegende Schambeinfuge: Der Abstand zwischen Sitzbeinhöcker und Schambeinfuge ist bei Frauen im Schnitt um ein Viertel geringer als bei Männern.

Das sensible Nervensystem und Weichteilgewebe

Anatomisch bedingt liegt die Schambeinfuge (vordere Knorpelverbindung der beiden Beckenhälften) im Schnitt um ein Viertel tiefer als beim männlichen Becken, und der Winkel der Schambeine zueinander ist weiter. Weiterhin ist bei Frauen die Beweglichkeit höher, dadurch kippt das Becken auf dem Sattel häufig stärker nach vorn. So entsteht oftmals ein hoher Druck im Genitalbereich.

Die Lösung: Geschlechtsspezifisch Entlastungsoberflächen gegen Taubheit und Schmerzen

Ergon Women Series: Dank der weit vorn liegenden Entlastungsöffnung und der breiten Sattelflanken (V-Form) wird der aufkommende Druck zuverlässig auf die knöchernen Strukturen des Sitzbereichs verteilt.

Die männliche Anatomie

Beckenkippung: Das männliche Becken ist im Vergleich zu Frauen weniger flexibel. Das heißt: Männer sitzen aufrechter auf dem Sattel und beanspruchen die Sitzknochen stärker. So kann der Übergangsbereich zwischen Sattelheck und -nase schmal gehalten werden (Y-Shape) und es ergibt sich mehr Freiraum zum Pedalieren.
Schambeinwinkel: Im Gegensatz zur weiblichen Anatomie stehen bei Männern die Schambeinkufen deutlich steiler zueinander, und die Schambeinfuge (Symphyse) liegt wesentlich höher.

Das sensible Nervensystem und Weichteilgewebe

Taubheitsgefühle beim Radfahren entstehen bei Männern oftmals durch einen hohen Druck im empfindlichen Dammbereich. Die außen liegenden Genitalien sind selten der Auslöser für Beschwerden, da diese ausweichen können und nicht durch knöcherne Strukturen komprimiert werden.

Die Lösung: Geschlechtsspezifisch Entlastungsoberflächen gegen Taubheit und Schmerzen

Ergon Men Series: Auf die richtige Druckverteilung kommt es an. Druck muss bei Männersätteln auf die Sitzknochen und Teile der Schambeinbögen verlagert werden und der Dammbereich möglichst druckfrei bleiben. Genau so funktioniert die Entlastungs-Oberfläche der neuen Ergon-Männersättel.

Dynamisches Sitzen

Radfahren ist nicht statisch. Der Körper versucht ganz natürlich, dem auftretenden Druck durch leichte Veränderungen der Sitzposition gegenzusteuern. Bergauf rutscht der Fahrer intuitiv in Richtung Sattelnase, um den Körperschwerpunkt nach vorn zu verlagern. Umgekehrt verhält es sich bergab.

Ergon-Sättel sind für dynamisches Sitzen konzipiert. Der Sitzbereich ist völlig stufenfrei ausgelegt und ermöglicht durch seine anatomische Formgebung alle Variationen der Sitzposition.

Ergonomie des Greifens

Die Hand

Viele Freizeitradfahrer, aber auch Profis kennen das Problem, dass die Hände einschlafen oder anfangen zu kribbeln. Die Hand ist ein sehr komplexes und empfindliches Körperteil. Sehr viele Nerven laufen durch das Handgelenk, welches eine Engstelle und somit eine Problemzone darstellt. Durch den geringen Fett- und Muskelanteil ist die Hand wenig geschützt und somit empfindlich gegenüber Druckbelastungen.

Warum bekomme ich Schmerzen in der Hand?

Die Hände stützen einen großen Teil des Oberkörpergewichts auf den Lenker ab. Somit besteht ständig hoher Druck auf eine geringe Fläche. Folge: Nervenbahnen können gereizt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Radfahrer ihre Handgelenke zu stark abwinkeln. Dadurch wird die Engstelle des Handgelenks noch enger, und die Nerven werden gereizt. Dies äußert sich meist in Sensibilitätsstörungen, Kribbeln, Taubheitsgefühlen oder Missempfindungen im Klein- und Ringfinger. In Extremfällen kann sogar die Greiffunktion aller Finger eingeschränkt werden.

Was kann ich dagegen tun?

Der Druck muss verteilt werden. Durch eine größere Auflagefläche des Griffs verteilen sich die Kräfte besser, und die Nerven werden nicht gereizt. Wer die beschriebenen Probleme hat, sollte sich für einen ergonomischen Flügelgriff entscheiden. Bei Ergon-Griffen kannst du durch die Schraubklemmung den Winkel des Flügels am Lenker individuell einstellen. So wird dein Handgelenk aktiv daran gehindert, nach unten abzuknicken.

Zudem solltest du unbedingt auf deine Sitzposition achten, denn ein schlecht eingestelltes Fahrrad hat ebenfalls negative Auswirkungen auf deinen Körper. Bei der richtigen Einstellung deines Rades hilft dir dein Fachhändler, ein Bikefitting-Experte oder die Ergon Fitting Box für zu Hause.

Ulnarnerv-Reizung

Im Bereich des Kleinfingerballens verläuft der Nervus ulnaris nah unterhalb der Hautoberfläche. Durch diese Lage reagiert er besonders sensibel auf Druckbelastungen.

Die Position des Karpaltunnels und einiger Nerven ist auf einer Hand eingezeichnet.
Karpaltunnel-Syndrom

Durch Abknicken des Handgelenks werden Nerven, Sehnen und Blutgefäße komprimiert. Infolgedessen kann sich der Karpaltunnel verengen und den Mediannerv schädigen.

Funktionsbereiche

Ergon-Griffe werden in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt. Unterschiedliche Texturen optimieren die spezifische Nutzung des jeweiligen Bereichs.

Funktionsbereiche sind auf einer Hand eingezeichnet.