Ergon Factory Rider
  • Name: Sarah Rawley
  • Geburtstag: 22.08.1986
  • Wohnort: Lakewood, Colorado

Sarah Rawley

Enduro Rennfahrerin und Gründerin der VIDA MTB Serie. Sie nennt die Berge Colorados ihr Zuhause, baut Rennstrecken, kümmert sich um die VIDA MTB Series und zelebriert ihren Bike Lifestyle.

1. Wie hat es für dich angefangen? Was waren die motivierenden Faktoren, die dich sowohl zum Enduro als auch zur Gründung der VIDA MTB Serie geführt haben?

Ich habe das Mountainbiken bei Collegerennen gelernt – Crosscountry, Kurzstrecken und gelegentlich Abfahrten/4X, wenn Teampunkte auf dem Spiel standen. Gleich von Anfang an war ich eher von einem Fortschrittsgefühl als Erfolg motiviert. So lange ich gefordert werde finde ich einen tiefen Sinn und Erfüllung beim Mountainbikefahren.

Als 2012 Enduro am Aufsteigen war bin ich mit beiden Beinen hineingesprungen um aus meiner Wohlfühlzone herauszukommen und die Rennlandschaft schien bis dahin außer Reichweite. Es brauchte Vorbilder, Trainer, Freunde und einen geduldigen Partner, die mir neue Skills lehrten, in denen ich Selbstvertrauen tanken konnte.

Dieser Paradigmenwandel hat meine Augen zu der wachsenden Gemeinde von weiblichen Mountainbikerinnen geöffnet, die eine Umgebung brauchten, in der wir uns sicher entwickeln können während der Spaß nicht ausbleibt. Die VIDA MTB Serie entstand aus diesem Einblick, gebildet aus den Wurzeln des Team Yeti Beti und gestärkt bei unserer Schwesterveranstaltung, die Beti Bike Bash.

2. Was ist dein Hauptziel für die VIDA MTB Serie?

Mein übergreifendes Ziel für die VIDA MTB Serie ist, dass es als einen Ort gesehen wird an dem jede Frau gedeihen kann und sich wie Zuhause fühlt. Vor allen Dingen sind wir eine Gemeinde, die sich gegenseitig unterstützt und Gelegenheiten zum Wachsen, teilen und entdecken bietet. Unser Netzwerk an Trainern und Botschaftern tragen jeweils zu einer einzigartigen Eigenschaft zum Programm bei und zeigen in vielerlei Hinsicht, dass Mountainbiken tiefgründige Absichten und Erfüllung in unser tägliches Leben bringen kann.

3. Es gibt viele starke Frauenstimmen und Botschafter im Mountainbike Sport. Wer hat dich entscheidend beeinflusst?

Cindy Devine war die leitende Trainerin bei einem Dirt Serien Camp, das ich im Sommer 2005 besucht habe. Ich habe erst ein paar wenige Wochen zuvor zum ersten Mal ein Mountainbike bestiegen. Ich konnte aufwärts fahren, die Abfahrt dagegen war sehr demütigend. Cindy zeigte eine unüberwindliche Menge an Anmut und Vertrauen zum Bike. Nachdem Cindy 1990 ihren ersten offiziellen UCI World Downhill Weltmeistertitel holte, fügte sie viele weitere Auszeichnungen zu ihrem beeindruckenden Lebenslauf hinzu, einschließlich fünf Kanadische Downhill Titel und die Einführung in die World Mountain Bike Hall of Fame 2003. Als ich Cindy traf, war sie freundlich, geduldig und noch wichtiger eine Inspiration, dass Mountainbiken ein lebenslanger Sport sein kann indem Fortschritt unendlich ist.

4. Du hast Glück, dass du Arbeit mit Spaß verbinden kannst. Gibt es eine Veranstaltung, Ausflug oder einen Moment, der für dich hervorsticht?

Neuseeland hat einen besonderen Platz in meinem Herzen – die himmlische Landschaft, das vielfältige Gelände und die Kiwis, die immer für ein Abenteuer bereit sind. Ich war im Februar 2016 mit meinem besten Freund dort für eine Bikepacking Mission an der Old Ghost Road und bin beim Trans NZ Enduro Rennen mitgefahren. Ich war sofort gefesselt von allem was die Südinsel zu bieten hat und ich gehe dieses Jahr zurück für ein neues Kapitel der Abenteurerinnen #kiwiPhoebe und #mericaSarah.

5. Welche Tipps oder Ratschläge hast du für aufstrebende Fahrerinnen?

Steh zu deiner Fahrt – egal wie groß oder klein dein Erfolg ist! Sei stolz und feiere jeden Schritt deiner Entwicklung. Das hält die Räder am Laufen. Im gleichen Atemzug erkenne an wo du gerade bist. Wenn die Abfahrt sich heute nicht richtig anfühlt, gestehe dir alles zu, dass dich dorthin gebracht hat und konzentriere dich und sei stolz auf deine Fähigkeiten. Die Abfahrt ist morgen auch noch da und ist einfach nur ein nächster Schritt in der spiralförmigen Entwicklung der Mountainbiker.

6. Wie wichtig ist Ergonomie, insbesondere für deine Fahr-, Renn- und Trainingsansprüche?

Ordnungsgemäße Ergonomie am Fahrrad ist wesentlich für meine Gesundheit, Effektivität und noch wichtiger meine psychische Verfassung auf dem Fahrrad. Ich bin zu häufig in einem engen Zeitplan, springe von Kliniken zu Rennen und Events. Ich neige zu Verletzungen, wenn ich nicht ständig an meinen Schwächen arbeite. Kontaktpunkte und Belastung (Griffe, Sättel, Fußbett und Rucksack) erlauben anständige Ausrichtung und Positionierung auf dem Rad, die mich letztendlich gesund halten und mir Wohlgefühl auf dem Fahrrad bereiten, wenn ich die nächste Herausforderung annehme.