Ergon Factory Rider
  • Name: Nate Hills
  • Geburtstag: 13.10.1976
  • Wohnort: Dillon, Colorado

Nate Hills

Enduro Rennfahrer und Abenteurer. Von den extremen Höhen der Colorado Berge zu den vergletscherten Bergriesen von Bolivien, Nate Hills treibt die menschlichen Grenzen des Möglichen mit dem Fahrrad weiter.

1. Wie hat bei dir alles angefangen? Was waren die motivierenden Faktoren, die dich zu einem leidenschaftlichen Leben angetrieben vom Fahrrad geführt haben?

Ich schätze, ich bin schon mein ganzes Leben lang – auf die ein oder andere Weise – mit dem Rad unterwegs. Um so älter ich werde und umso mehr Zeit vergeht, erkenne ich, dass die Leidenschaft mich jung und gesund gehalten hat. Wenn ich Radfahren aufhören würde, wüsste ich nicht was passieren würde... Ich war ein dickes Kind als ich jünger war, weshalb ich wohl so lange wie möglich Radeln sollte!

2. Welches Bike-Adventure oder Veranstaltung sticht für dich hervor und warum?

Ich habe Glück gehabt einen Großteil meiner Zeit in den vergangenen Jahren damit zu verbringen mit dem Rad zu reisen. Ich würde sagen, dass unsere Bolivien-Durchquerung für mich als unvergessliches Erlebnis am meisten hervorsticht. Wir waren die Ersten, die mit dem Fahrrad diese Route gefahren sind und es ist ein wahres Abenteuer etwas zu fahren, das noch niemand vorher gefahren hat. Das Risiko, die Ungewissheit und das Unbekannte, das Gelände und die Höhe, all das hinterlässt eine Erinnerung und hat mich beeindruckt. So was durchzuziehen zahlt sich aus und gibt mir eine gute Sichtweise auf die wirkliche Bedeutung von etwas als „hart“ zu empfinden. Beim Radfahren als auch im Leben.

3. Wenn du nur ein Bike wählen könntest, was wäre für dich die perfekte Konfiguration? 27.5? 29? 140mm? 150mm? Warum?

Ich genieße neuerdings das Yeti SB 5.5c 29“ mit einer 160 mm Gabel. Hauptsächlich weil es so variabel ist und den ganzen Tag gefahren werden kann in wirklich harschem Terrain. Ich denke, dass das meine Lieblingsart von Fahren ist, es passt zu mir. In den meisten Umständen würde ich eher ein schwereres Rad mit mehr Federweg fahren. Es macht dich letztlich stärker. Ich habe aufgehört so ein Gewichtswürstchen zu sein. Mein Rad hat mit Tasche und Essen am Anfang des Bolivien-Trips fast 60 Pfund gewogen. Nichts anderes scheint mehr schwer zu sein …

4. Deine #FollowCamFriday-Videos werden wöchentlich von Tausenden Bikern weltweit verfolgt. An welchem Ort oder von welcher Strecke drehst du am liebsten? Hast du irgendwelche Traumorte, an denen du in der Zukunft drehen möchtest?

Ich bin überrascht über die Resonanz meiner Videos. Mein spielerisches Nebenprojekt hat Viele zum Rausgehen und Fahrradfahren bewegt. Das ist das Ziel und es fühlt sich großartig an. Mein Lieblingsort... Das ist eine schwierige Frage. Für mich, scheint es mehr um die Leute mit denen ich fahre und die Stimmung zu gehen. Wenn jeder Spaß hat und lacht und die Stimmung gut ist, dann kommt das im Video rüber. Die Leute scheinen das zu genießen. Was die Traumlage angeht, so erweckt ziemlich jeder Ort an dem ich noch nicht gefahren bin Interesse bei mir. Ich möchte so viel Gelände wie möglich erleben und wenn ich das dokumentieren kann, dann umso besser.

5. Wir wünschten alle, dass wir 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche Radfahren könnten. Welchen Aktivitäten gehst du nach, wenn du nicht Radfährst?

Ich genieße gelegentlich einige Wintersportarten. Ich bin immer viel Ski gefahren im Winter, um eine kleine Pause vom Radfahren zu nehmen und meinen Körper und Geist freizubekommen. Ich gehe auf Ski Tour, Alpine und Nordic so viel wie möglich. Ich fahre gerne Vollgas mit meinem Subaru … Ist das eine Aktivität? Der ganze Prozess einen wöchentlichen Vlog zu machen kostet mich sehr viel Zeit. Ich habe im Grunde mit nichts angefangen und habe eine ganze Menge im Verlauf gelernt. Ich bin offiziell ein Kamerafreak. Es ist ein guter Ausgleich zum Rennen und Training, eine komplette Fokusverlagerung.

6. Was ist dein bester Moment deiner Karriere?

Ich habe es geschafft in den ersten drei Jahren den Gesamtsieg des Big Mountain Enduro Titels zu gewinnen … Ich liebe das BME wegen der Stimmung und den Leuten und der Veranstaltungsorte. Es ist immer schön, wenn es gut läuft bei Rennen in meiner Region. Außerdem bin ich sehr begeistert über den Follow Cam Friday. Rennresultate kommen und gehen, meine Videos allerdings sind ein bleibendes Vermächtnis, die meine Reisen dokumentieren. Ich kann ein großes Publikum durch diese Plattform erreichen und kann Leute für den gesunden Lifestyle des Mountainbikens begeistern.

7. Welche Tipps hast du für aufstrebende Enduro-Rennfahrer oder abenteuerlustige Fahrer?

Ich würde jedem empfehlen zu reisen und so viele verschiedene Strecken und Bikes wie möglich zu fahren. Das deckt alles von Rennradfahren bis zu Dirt Jumping und alles dazwischen ab. Jede Erfahrung und Trail ist eine Gelegenheit um etwas Neues zu lernen. Etablierte Enduro Fahrer sind reich an Erfahrungen und finden Flow in jedem Terrain. Fitness ist wichtig, Herzblut übertrumpft allerdings alles. Die einzigen guten Rennresultate habe ich erhalten, weil ich ehrlich Spaß auf dem Bike hatte. Spaß ist am Wichtigsten.

8. Wie wichtig ist Ergonomie, besonders für deine Fahr- und Rennansprüche?

Ehrlich, die Kontaktpunkte zum Bike sind sehr wichtig. Um mit meinem vollen Potenzial fahren zu können, brauche ich eine gute Verbindung mit dem Fahrrad. Es passiert viel zu viel zu schnell, um sich über meine Hände Sorgen zu machen. Ein bequemer Sattel ist das Gleiche, besonders während den 12 Stundentagen in den Anden. Ich hab nicht einmal eine Radhose mit Einsatz in meinen 10 Tagen in Bolivien getragen. Das spricht Bände!

Nate Hills über Ergon-Produkte
Nate Hills mit seinem Yeti SB5.5c mit Ergon Laser Lemon Produkten.