Drittes WM-Gold für Alban!

Drittes WM-Gold für Alban!

Der Albanator hat wieder zugeschlagen. Bei der UCI Marathon-Weltmeisterschaft in Singen nimmt Alban Lakata an seinem 38. Geburtstag sein insgesamt drittes Regenbogen-Jersey mit nach Hause. Der überglückliche Osttiroler bezwingt Titelverteidiger Tiago Ferreira in einem dramatischen Sprint.

Das Topeak-Ergon Racing Team lag sich vor dem Singener Rathaus in den Armen. Gemeinsam hüpften sie um ihren Helden herum. Was für ein Finale, was für ein Athlet. Alban Lakata hat wieder einmal allen gezeigt, was ihn ausmacht. Eine unglaubliche Fähigkeit sich auf ein Rennen zu fokussieren, sich auf den Punkt vorzubereiten und dann einen Willen an den Tag zu legen, der Grenzen sprengt.

Es waren Lakata und Ferreira, die dem Rennen in der Vulkanlandschaft des Hegau ihren Stempel aufdrückten. Der Weltmeister und der Vize-Weltmeister des Vorjahres setzten die Konkurrenz immer wieder unter Druck. Dabei hatte es für Lakata gar nicht gut begonnen. Nach einer unglücklichen Situation hatte er erst mal eine Lücke von 30 Sekunden kassiert.

Auch deshalb entschloss er sich, nachdem er wieder zur Führungsgruppe aufgeschlossen hatte, „immer vorne und aggressiv“ zu fahren. Nach etwa 70 von 98 Kilometern kam es zu einer ersten Entscheidung. Ferreira zog über eine Welle drüber und die neunköpfige Spitzengruppe flog auseinander. Neben Lakata blieben nur noch Daniel Geismayr und Mathieu van der Poel übrig. Der hoch gehandelte niederländische Star konnte dem mächtigen Tritt von Lakata und Co. aber bald auch nicht mehr folgen.

Als wir gemerkt haben, dass wir nur noch zu dritt sind, haben wir zusammengearbeitet um die Medaille abzusichern, erzählte Lakata, nachdem die erste Feier-Welle abgeebbt war. Doch er hatte mehr im Sinn. Bis ein Kilometer vor dem Ziel war Waffenstillstand, dann wurde das Feuer eröffnet.

Exakt im richtigen Augenblick holte Alban Lakata jedes verbliebene Körnchen aus seinem Körper heraus und jagte auf seinem Canyon Exceed mit spezieller WM-Lackierung die Zielgeraden hinunter. Ferreira hatte selbst aus dem Windschatten heraus keine Chance mehr und Geismayr auch nicht. Unfassbar, mein drittes Regenbogen-Jersey, das ist ein Traum. Ich bin total happy, ließ er seinen Gefühlen vor der Kamera freien Lauf. „Und heute wird gefeiert, das könnt Ihr mir glauben.“ Den dritten WM-Titel, die siebte WM-Medaille insgesamt und den 38. Geburtstag natürlich nebenbei auch noch.

11:25 Minuten später rollte sein enttäuschter Team-Kollege über die Ziellinie. Auch das gehört zum Sport. Kristian Hynek sprach von seiner sicherlich schlechtesten WM überhaupt. Ich hatte in den vergangenen beiden Wochen ein Problem mit der Hüfte und habe es nicht in den Griff bekommen. Schade. Aber ich freue mich für Alban. Er ist eine unglaubliche Maschine …