Their Only Portrait

Their Only Portrait

Auf Foto-Mission in Südamerika

Seit mehreren Monaten reist Federico Cabrera aus Buenos Aires mit seinem Fotoapparat auf dem Fahrrad durch die entlegensten Landstriche Südamerikas und schießt Portraits von der Bevölkerung – in den meisten Fällen das erste und einzige. „Their Only Portrait“ ist daher für diese Menschen ein Zeitzeugnis von unschätzbarem Wert.

Schon als Kind träumt Federico Cabrera (41), aus Buenos Aires, davon eines Tages Afrika mit dem Fotoapparat für National Geographic zu erkunden. Nach abgeschlossenem Studium und einer erfolgreichen Karriere im Außenhandel, beschließt der 41-jährige Argentinier alles hinter sich zu lassen und seiner großen Leidenschaft der Fotografie zu folgen …

… aber nicht nur zum Selbstzweck, sondern vor allem auch um Gutes zu tun: „Ich bin vor einigen Jahren durch das Burning House-Projekt von Foster Huntington auf diese Idee gekommen.“ Hungtington fragte Menschen, was sie als erstes retten würden, falls ihr Haus brenne.

Da ich selbst fast mein Haus durch einen Brand verloren hätte, habe ich mich damals sehr für dieses Projekt interessiert und festgestellt, dass für mich direkt nach meinem Hund, Fotos und Festplatten, das Wichtigste sind.“

Der passionierte Bikepacker nimmt dies zum Anlass, mit Bike und Fotoapparat auf der legendären Fernstraße, Ruta 40, durch Südamerika zu ziehen und Portraits von der dort lebenden, meist bettelarmen Bevölkerung zu schießen. Sein kleines portables Fotostudio ermöglicht es ihm, jeder Familie einen Abzug ihres einzigen Fotos zu hinterlassen. Außerdem versorgt er jene, die es am nötigsten haben, mit portablen Solarleuchten.

Die Ausrüstung

Wer über Monate fernab der Zivilisation unterwegs ist, muss sich zu 100 Prozent auf sein Material verlassen können, deshalb hat Federico mehrere Vorbereitungstouren gemacht. Er hat sich für ein Plussize-Bike entschieden, welches auch perfekt für unwegsames Gelände geeignet und extrem unanfällig für Defekte ist. Um die Strapazen für seinen Körper so erträglich wie möglich zu gestalten, hat sich Federico für unseren SMC3-Sattel, den GP3-Griff und den BA3-Rucksack entschieden. Vollbepackt nur mit dem nötigsten, machte sich der Argentinier auf die Reise.

Strapazen der Wildnis

Im südlichen Argentinien gibt es nur wenige Orte und noch weniger befestigte Straßen. In Feuerland fährt Federico einen Großteil an der Küste entlang, nur gibt es hier keine Wege. Der 41-jährige Argentinier muss Stunden über Gras-Steppen fahren, oder Flüsse überqueren. Die Streckentipps hat er zuvor von Einheimischen bekommen.

Bikepacking Life

Noble Unterkünfte sind im südlichen Argentinien Fehlanzeige, Federico hat sein Zelt und Verpflegung immer dabei, aber genau diese Freiheit ist es was den Reiz für ihn ausmacht. Nachts unter freiem Himmel im Zelt schlafen macht Spaß, aber wenn ein Einheimischer ihm ein festes Dach über dem Kopf anbietet, sagt der Abenteurer natürlich nicht nein.

„Ich freue mich, mit Hilfe der Spender und Helfer, ein fotografisches Gedächtnis von unschätzbarem Wert für die lokalen Familien, die ich unterwegs treffe, zu schaffen!“

Their Only Portrait

Federico geht es jedoch nicht nur um das Reisen durch dünnbesiedelte Gebiete, er möchte der Bevölkerung, die hier ein einfaches Leben führt, auch etwas zurückgeben. Ein Foto ist für die meisten Leute etwas Selbstverständliches, nicht so für viele Argentinier. Der Weltenbummler hat seinen Fotoapparat und einen portablen Drucker dabei, um den Menschen ihr wohl erstes und einziges ausgedrucktes Familien Portrait ihres Lebens zu schenken.